Skip to content

DDA (Australien / Kanada): Barrierefreiheit im internationalen Kontext

Unternehmen, die ihre digitalen Produkte auf dem globalen Markt anbieten, müssen über die Grenzen der EU hinausblicken. Der Disability Discrimination Act (DDA) in Australien und die entsprechenden Gesetzgebungen in Kanada stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen nicht durch unzugängliche digitale Dienste diskriminiert werden. Im Jahr 2026 ist die internationale Harmonisierung dieser Standards weit fortgeschritten, was die Einhaltung für weltweit agierende Webseitenbetreiber vereinfacht, aber auch zwingend erforderlich macht.

Der Disability Discrimination Act (DDA) in Australien

In Australien ist der Disability Discrimination Act 1992 (DDA) das zentrale Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung. Abschnitt 24 des Gesetzes legt fest, dass es rechtswidrig ist, Personen aufgrund ihrer Behinderung den Zugang zu Waren, Dienstleistungen oder Einrichtungen zu verweigern. Dies gilt ausdrücklich auch für den digitalen Raum.

  • Reichweite: Das Gesetz betrifft sowohl den öffentlichen Sektor als auch private Unternehmen, die in Australien tätig sind.

  • Beschwerdewesen: Nutzer können sich direkt an die Australian Human Rights Commission (AHRC) wenden, wenn eine Webseite Barrieren aufweist, die den Zugang zu Informationen oder Diensten verhindern.

  • Anforderungen: Die AHRC empfiehlt für Webseiten die Einhaltung der internationalen Standards, um den gesetzlichen Schutzpflichten nachzukommen.

Gesetzliche Anforderungen in Kanada

Kanada verfolgt einen dualen Ansatz aus föderalen Gesetzen und strengen Provinzverordnungen. Ziel ist es, Kanada bis zum Jahr 2040 vollständig barrierefrei zu machen.

  • Accessible Canada Act (ACA): Dieses Bundesgesetz verpflichtet Organisationen unter Bundesaufsicht (wie Banken oder Verkehrsbetriebe), Barrieren in der Informationstechnik abzubauen.

  • Provinciale Gesetze (z. B. AODA): In Provinzen wie Ontario ist der Accessibility for Ontarians with Disabilities Act (AODA) federführend. Er setzt extrem strikte Fristen und Anforderungen für private Unternehmen ab einer bestimmten Größe.

  • Dokumentationspflicht: Ähnlich wie in Europa müssen viele kanadische Organisationen regelmäßig Berichte über ihren Fortschritt in Sachen Barrierefreiheit veröffentlichen.

Technische Umsetzung durch WCAG

Obwohl Australien und Kanada unterschiedliche Gesetzestexte nutzen, ist der technische Nenner identisch. Beide Länder stützen sich bei der Bewertung von Barrierefreiheit fast ausschließlich auf die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

  • Standard: In der Regel wird die Erfüllung der WCAG 2.1 oder 2.2 auf dem Level AA erwartet.

  • Elemente: Dies beinhaltet die korrekte Nutzung von Alt-Texten, eine logische Tastaturnavigation und ausreichende Farbkontraste.

  • Vorteil: Wer seine Seite bereits nach europäischen Standards wie dem Das BFSG im Jahr 2026 optimiert hat, erfüllt meist automatisch auch die Kernanforderungen des DDA.

Warum internationale Compliance wichtig ist

Für Betreiber von WordPress-Instanzen oder Webshops, die Kunden in Übersee bedienen, ist die Einhaltung dieser Gesetze ein Schutzschild gegen rechtliche Risiken.

  • Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten: In Ländern wie Australien ist die Hemmschwelle für Diskriminierungsklagen im Vergleich zu Deutschland oft niedriger.

  • Marktzugang: Viele öffentliche Ausschreibungen und B2B-Partnerschaften in Kanada setzen eine nachgewiesene Barrierefreiheit voraus.

  • SEO-Vorteile: Eine global barrierefreie Struktur verbessert die Indexierung Ihrer Inhalte weltweit. Erfahren Sie mehr dazu in Der SEO-Boost durch Barrierefreiheit.

Stellen Sie Ihre Weichen auf globalen Erfolg Die Anforderungen in Australien und Kanada zeigen deutlich: Digitale Inklusion ist ein weltweiter Standard. Eine barrierefreie Website schützt Ihr Unternehmen vor rechtlichen Konsequenzen und öffnet Türen zu neuen Märkten. Informieren Sie sich über weitere weltweite Standards unter Regulierungen oder nutzen Sie unsere Checkliste digitale Barrierefreiheit, um Ihre Seite fit für den internationalen Einsatz zu machen.