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Epilepsie-Prävention im Web: Warum flackernde Inhalte zur Gefahr werden können

6. Januar 2026 · Sebastian Pokern

Epilepsie-Prävention im Web

Moderne Websites setzen oft auf Bewegung: Video-Hintergründe, animierte Banner und dynamische Übergänge sollen die Aufmerksamkeit der Nutzer fesseln. Doch was für die meisten Besucher nach modernem Design aussieht, kann für Menschen mit photosensibler Epilepsie lebensgefährlich sein. Digitale Barrierefreiheit bedeutet hier nicht nur Komfort, sondern echte Sicherheitsvorsorge.


Was ist photosensible Epilepsie im digitalen Kontext?

Die Gefahr durch Lichtblitze und Muster

Bei der photosensiblen Epilepsie reagiert das Gehirn extrem empfindlich auf bestimmte Lichtreize, wie z. B. schnelles Flackern oder regelmäßige geometrische Muster. Im Internet können solche Reize durch fehlerhaft codierte Animationen, extrem schnell wechselnde Farben oder automatisch startende Videos ausgelöst werden.

Nicht nur Epilepsie: Migräne und vestibuläre Störungen

Neben epileptischen Anfällen können unkontrollierte Animationen auch bei Menschen mit chronischer Migräne oder vestibulären Erkrankungen (Gleichgewichtsstörungen) Schwindel, Übelkeit und starke Kopfschmerzen verursachen. Ein barrierefreies Web-Erlebnis schützt somit eine weitaus größere Nutzergruppe als oft angenommen.


Die rechtlichen und technischen Standards (WCAG)

Der kritische Schwellenwert für Flackern

Die WCAG 2.1 Richtlinien geben klare Grenzwerte vor: Inhalte dürfen nicht öfter als dreimal pro Sekunde flackern (der sogenannte „Three Flashes Threshold“). Wird dieser Wert überschritten, gilt die Website als nicht barrierefrei und im schlimmsten Fall als gefährlich für bestimmte Nutzergruppen.

Nutzerkontrolle über bewegte Inhalte

Ein zentrales Kriterium der Barrierefreiheit ist die Selbstbestimmung. Nutzer müssen die Möglichkeit haben, Animationen, die länger als fünf Sekunden dauern oder automatisch starten, anzuhalten oder komplett auszublenden. Dies ist eine Kernforderung des kommenden Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG).


Prävention auf Knopfdruck mit MH-Accessibility Pro

Der globale Animations-Stopp

Unser Plugin bietet eine der wichtigsten Funktionen für die Sicherheit Ihrer Besucher: Den Animations-Stopp. Mit nur einem Klick werden alle GIFs, CSS-Animationen und Video-Hintergründe auf der Seite eingefroren. Der Nutzer erhält die volle Kontrolle über seine visuelle Umgebung zurück.

Stoppen von Autoplay-Inhalten

MH-Accessibility Pro verhindert, dass Audio- oder Video-Inhalte ungefragt starten. Dies reduziert nicht nur die kognitive Belastung für Menschen mit ADHS, sondern eliminiert auch das Risiko unvorhersehbarer Lichtreize für Betroffene von Epilepsie.

Farbreduktion und Sättigungs-Steuerung

Oft sind es extrem grelle Farbkombinationen, die das visuelle System überfordern. Über unser Widget können Nutzer die Sättigung reduzieren oder in einen Monochrom-Modus wechseln, was die visuelle Intensität der Website sofort dämpft und für mehr Sicherheit sorgt.


Fazit: Sicherheit als Qualitätsmerkmal Ihrer Website

Eine barrierefreie Website ist eine sichere Website. Indem Sie Funktionen zur Vermeidung von Flackern und unkontrollierten Animationen implementieren, schützen Sie die Gesundheit Ihrer Nutzer und erfüllen gleichzeitig wichtige gesetzliche Auflagen wie das BFSG. Mit MH-Accessibility Pro machen Sie diesen wichtigen Schritt zur Inklusion einfach und effektiv.

Sicherheit geht vor. Schützen Sie Ihre Nutzer und machen Sie Ihre Website WCAG-konform.