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Glossar der digitalen Barrierefreiheit: Fachbegriffe verständlich erklärt

In der Welt der Web-Entwicklung und Rechtssicherheit fallen viele Fachbegriffe, die auf den ersten Blick kompliziert wirken. Damit Sie im Jahr 2026 den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Begriffe der digitalen Inklusion für Sie zusammengefasst. Dieses Glossar hilft Ihnen dabei, die Anforderungen des Gesetzgebers und die Bedürfnisse Ihrer Nutzer besser zu verstehen.

A – F: Von Alt-Texten bis Fokus-Management

BegriffErklärung
Alt-TextEine textliche Beschreibung von Bildern. Sie ist für blinde Nutzer essenziell, da Screenreader diesen Text vorlesen, wenn das Bild nicht gesehen werden kann.
ARIA (Accessible Rich Internet Applications)Ein technischer Standard, um komplexe Web-Inhalte (wie dynamische Menüs) für Hilfsmittel verständlicher zu machen.
Assistive TechnologienSoftware oder Hardware (z. B. Screenreader, Braillezeilen), die Menschen mit Behinderungen bei der Nutzung des Computers unterstützen.
BITV 2.0Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung. Sie definiert die Standards für öffentliche Stellen in Deutschland.
Fokus-IndikatorEine optische Markierung (oft ein Rahmen), die zeigt, welches Element gerade per Tastatur ausgewählt ist. Ohne ihn ist eine Navigation für viele Nutzer unmöglich.

G – P: Von Gesetzgebung bis POUR-Prinzip

BegriffErklärung
BFSGDas Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet ab 2025/2026 auch private Unternehmen zur Barrierefreiheit. Details unter Regulierungen.
BraillezeileEin Gerät, das Bildschirminhalte in Blindenschrift übersetzt, damit blinde Menschen Texte taktil lesen können.
KontrastverhältnisDer Farbunterschied zwischen Text und Hintergrund. Für Level AA wird meist ein Verhältnis von 4,5:1 gefordert. Farbenblindheit ist nicht gleich Farbenblindheit.
POUR-PrinzipDie vier Säulen der Barrierefreiheit: Perceivable (Wahrnehmbar), Operable (Bedienbar), Understandable (Verständlich), Robust.

S – Z: Von Semantik bis WCAG

BegriffErklärung
ScreenreaderEine Software, die Bildschirminhalte in Sprache oder Blindenschrift übersetzt. Voraussetzung ist eine technisch saubere Webseite.
Semantisches HTMLDie Verwendung von HTML-Tags entsprechend ihrer Bedeutung (z. B. <nav>). Dies sorgt für einen massiven SEO-Boost durch Barrierefreiheit.
TastaturnavigationDie Steuerung einer Webseite ausschließlich über die Tastatur (meist Tab-Taste). Essenziell für Menschen mit motorischen Einschränkungen.
WCAG„Web Content Accessibility Guidelines“. Der weltweite Standard für Barrierefreiheit, unterteilt in die Stufen A, AA und AAA.

Warum Begriffe allein nicht ausreichen

Ein Glossar hilft beim Verstehen, aber die aktive Umsetzung ist der entscheidende Schritt. Im Jahr 2026 ist digitale Barrierefreiheit kein „Zusatz“, sondern ein Qualitätsmerkmal für jede professionelle Webseite. Es schützt Sie vor Abmahnungen und verbessert die User Experience für alle Ihre Besucher.

Wollen Sie prüfen, wie viele dieser Begriffe auf Ihrer Seite bereits korrekt umgesetzt sind? Starten Sie eine erste Bestandsaufnahme mit unserer Checkliste digitale Barrierefreiheit oder informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen für Ihre Branche auf unserer Seite zu den Gesetzliche Anforderungen.